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Lebenslauf – einfach vs. ausführlich

Jeder der sich das erste Mal bewerben muss, macht sich bestimmt auch darüber Gedanken, wie sein Lebenslauf (auch CV für Curriculum Vitae) aussehen muss bzw. sollte.

Lebenslauf

Zunächst sollte natürlich gewährleistet sein, dass alle wichtigen Inhalte des Werdegangs enthalten sind. Darauf bin ich schon bei einem früheren Artikel eingegangen. Wer aber erst frisch mit der Schule fertig ist, hat meistens noch nicht so viel zu seinem CV zu erzählen. Nach einem Studium sieht das meist schon anders aus, da man vielleicht ein Praktikum, ein Auslandssemester oder einen Nebenjob vorzuweisen hat.

Nun sieht jeder Lebenslauf anders aus. Der eine schreibt einfach nur die einzelnen Stationen auf, der andere gibt noch die groben Tätigkeiten an, die er bei dem jeweiligen Lebensabschnitt durchlaufen hat. Welche Form ist jetzt nun besser geeignet oder findet mehr Anklang beim Personaler?

Der einfache Lebenslauf

Unter einem einfachen CV verstehe ich eine schlichte Auflistung der bisherigen Stationen, meistens von Schulabgängern oder auch Hochschulabsolventen genutzt, da sie noch wenige bis keine beruflichen Erfahrungen vorweisen können. Zudem finden sich meist Angaben zu den Eltern, welche aber weggelassen werden können. Hier sollten aber definitiv ehrenamtliche und/oder sportliche Tätigkeiten aufgeführt werden, wodurch der Personaler einen viel besseren Eindruck gewinnt, wie engagiert oder teamfähig eine Person ist. Dazu habe ich einen sehr passenden Artikel von Christian Schroff auf karrierebibel.de gefunden.

Auch ich habe ab und zu den Eindruck, dass einige Bewerber, egal ob Absolvent oder Schulabgänger, ihre eigenen Erfahrungen nicht richtig abschätzen können. Was zugegebenermaßen auch nicht einfach ist.

Der ausführliche Lebenslauf

Ein ausführlicher Lebenslauf ist nach meiner Auffassung eine Auflistung der bisherigen Stationen, welche durch detailliertere Angaben ergänzt werden. Das heißt, dass bei einem Studium die Schwerpunktfächer angegeben werden, bei einem Praktikum und Nebenjob die vorwiegend erledigten Aufgaben und bei einem Auslandssemester die dort gelegten Schwerpunkte.

Position im CV - ausführlich

Mein Fazit

Mir persönlich sagt ein einfacher Lebenslauf nicht viel aus. Eine Ausnahme sind für mich allerdings Schulabgänger, wie ich weiter oben bereits erwähnte.

Bei Studenten gibt es Notenübersichten der Fächer, wo man sich aber in mühseliger Kleinarbeit die „richtigen“ Fächer herauspicken muss, die für die zu vergebende Stelle wichtig sind. Das kostet wieder Zeit. Mit einer Kurzübersicht unter der jeweiligen Station im Lebenslauf, wirkt das ganze übersichtlicher und liefert dem Personaler wichtige Informationen auf einem Blick.

Ich bevorzuge die ausführliche Version, weil sie viel mehr Aussagekraft hat und man sich viel besser auf ein Gespräch vorbereiten kann. Zu einer aussagekräftigen Bewerbung gehört letztlich, meiner Meinung nach, ein aussagekräftiger Lebenslauf.

Welche Variante bevorzugt Ihr und warum?

Nadine

Autor: Nadine

Ich bin Nadine und schaue in diesem Blog durch die Brille aus Bewerber- wie auch Personalersicht.

5 Kommentare

  1. Da stimme ich dir zu. Ein Lebenslauf sollte ausführlich und für den Personaler klar verständlich sein. Viele Personaler sehen sich, besonders bei Massenbewerbungen, zuerst den Lebenslauf an, um die Auswahl zu verringern. Eine optimale Gestaltung ist in solchen Fällen sehr wichtig. Ich habe gelesen, dass es bei deinebewerbung.de möglich ist, seinen Lebenslauf kostenlos checken zu lassen. Dieser ist bestimmt nützlich, um sich eventuelle Fehler im Lebenslauf zu vermeiden.

  2. Pingback: Was macht eigentlich ein… Recruiter? | bewerberbrille.de

  3. Mir persönlich sagt der ausführliche Lebenslauf auch mehr zu als der einfache Lebenslauf. Ich finde gerade die ausgeübten Tätigkeiten und die Ausbildungsschwerpunkte können einen Bewerber interessant machen. Gerade beim ausführlichen Lebenslauf sollte man meiner Meinung nach aber unbedingt darauf achten, dass man die wichtigen Inhalte fokussiert, damit diese trotz der zusätzlichen Informationen nicht untergehen und der Lebenslauf trotzdem übersichtlich bleibt. Auch mit Blick auf ein Vorstellungsgespräch finde ich den ausführlichen Lebenslauf spannender, da sich aus den zusätzlichen Bewerber-Informationen interessantere Gespräche entwickeln können.

  4. Meine Devise lautet: So ausführlich wie möglich, aber so, dass man nicht ausschweift und den Leser langweilt. Und langweilen dürfte man mit einem Lebenslauf normalerweise nicht, deshalb bevorzuge ich auch die ausführliche Variante

  5. Weniger ist manchmal mehr! Man sollte den Lebenslauf knapp und verständlich sein. Wenn der Arbeitsgeber schon beim Lebenslauf keine Lust auf lesen mehr hat, wie soll er dann die Bewerbung vornehmen ;)?
    Der einer Arbeitgeber möchte den ausführlichen Lebenslauf den anderen reicht der einfache.

    Viel Erfolg beim Bewerben!
    Gerry

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