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Online Jobbörsen: Bessere Chancen durch ein vollständiges Profil

Wieso erstellt man ein Profil auf einem Jobportal? Richtig, um sich der breiten Masse an Unternehmen zu präsentieren. Im besten Fall findet Dich Dein neuer Job.

Bei meiner Suche nach geeigneten Kandidaten auf Online-Jobportalen fällt mir immer wieder auf, dass einzelne, für mich relevante Informationen fehlen. Um eine Position zu besetzen, liegen mir bestimmte Anforderungen vor, damit ich gezielt nach potentiellen Bewerbern suchen kann. So wird der „Heuhaufen“ etwas kleiner.

Ich habe eine Person mit Erfahrung aus der Personaldienstleistungsbranche gesucht. Nachfolgend seht Ihr ein Beispiel, welches das Kurzprofil zeigt:

Personalersicht auf Online-Jobbörse

Kurzprofil aus Sicht des Personalers

Rechts neben dem Foto seht Ihr blau hinterlegt die vom Bewerber gewünschte Stelle. Danach kommt die ID, die für Euch weniger relevant ist, für Personaler aber um so mehr. Ist das Profil anonymisiert, d.h. der Name sowie Kontaktdaten wurden nicht veröffentlicht oder der Kandidat besitzt einen „Allerweltsnamen“, kann man den Kandidaten dennoch immer wieder zuordnen, da die ID eindeutig ist. Im obigen Beispiel habe ich den Namen und den Wohnort aus Datenschutzgründen geschwärzt.

Unterhalb des Namens sieht man im Idealfall noch die ersten Zeilen eines „persönlichen Anschreibens“, welches hier fehlt. Dies kann man machen, muss man aber nicht. Es ist allerdings von Vorteil, da es die Möglichkeit bietet, genau zu beschreiben, was Ihr sucht.

Rechts im Profil steht das angegebene Datum für die letzte Aktualisierung, welche der Kandidat vorgenommen hat. Gleich daneben gibt es die Möglichkeit für Personaler Notizen zu hinterlegen, die nur für ihn sichtbar sind. Das grüne Häkchen zeigt, dass das Profil bereits angeschaut wurde.

Darunter finden sich erste Anhaltspunkte zur Person, wie Alter, Gehaltswunsch, Wohnort, letzte Position usw. Das Alter braucht Ihr nicht angeben. Der Gehaltswunsch wäre schön zu wissen, ist aber auch nicht zwingend. Der von mir rot markierte Bereich, enthält im besten Fall die Angabe zur „Letzten Position“, welche im Beispiel jedoch nicht angegeben wurde.

Der Auswahlprozess

Nachdem ich die Daten im Überflug für mich und meine zu besetzende Position abgeglichen habe, entscheide ich nun, ob ich das ganze Profil sehen möchte oder nicht. Eine vollständige Ansicht ist für Unternehmen kostenpflichtig. Ich entschied mich dafür, denn das Gesuch stimmte mit meinen Anforderungen überein. Jedoch war die letzte Position nicht eindeutig. Da jeder Arbeitgeber aber nur die besten Mitarbeiter haben möchte, schau ich mir lieber ein Profil zu viel als zu wenig an.

Jetzt, wo ich das Kandidatenprofil in vollem Umfang anschauen konnte, fiel sofort auf, dass die Person noch in Ausbildung war und für mich daher nicht relevant. Meine Stellenanforderung beinhaltete eine schnellstmögliche Besetzung und entsprechende Berufserfahrung. Wäre die Angabe „In Ausbildung“ bei der letzten Position gemacht worden, hätte ich nicht auf das Profil geklickt.

Gut, die Person hat eine Verfügbarkeit in 3 Monaten angegeben. Theoretisch ist dies für meine Stelle auch schon zu spät. Aber man könnte von einem Aufhebungsvertrag ausgehen, so wäre der Kandidat wieder früher verfügbar.

Sicherlich fällt ein Klick mehr nicht ins Gewicht. Fehlen aber bei vielen Profilen solche Angaben, summiert sich das mit der Zeit für das Unternehmen auf. Nach dem Motto Kleinvieh macht auch Mist.

Bitte versteht mich nicht falsch, es ist vorbildlich, wenn man in absehbarer Zeit mit der Ausbildung oder dem Studium fertig wird und sich entsprechend darum bemüht, im Anschluss sofort eine Anstellung zu finden. Aber dies sollte aus meiner Sicht auch entsprechend dargestellt werden, um beiden Seiten bestmöglichste Effizienz zu gewährleisten. Denn wie heißt es so schön: Zeit ist Geld.

Mein Tipp für Jobsuchende

Jeder der ein solches Profil mit seinen Angaben anlegt, macht dies freiwillig, um sich potenziellen Unternehmen vorzustellen. Je vollständiger ein solches ist, desto eher wird es von zukünftigen Arbeitgebern gefunden, angeklickt und gesichtet. Der Abgleich mit der Stellenanforderung gestaltet sich dadurch auch einfacher.

Einige Personaler überfliegen vielleicht nur das Kurzprofil und klicken es unter Umständen gar nicht an, wenn es nicht vollständig ausgefüllt ist. Meiner Meinung nach sollte man sein Profil bestmöglichst ausfüllen, ähnlich wie seinen CV, sonst lohnt sich der Aufwand des Anlegens nicht. Am Ende möchtet Ihr als Bewerber doch sicherlich die besten Chancen nutzen Euren Traumjob zu finden, oder?

Wenn Ihr Fragen habt, kommt gerne auf mich zu.

Nadine

Autor: Nadine

Ich bin Nadine und schaue in diesem Blog durch die Brille aus Bewerber- wie auch Personalersicht.

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