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Was macht eigentlich ein… Recruiter?

In der heutigen Zeit wird oft von dem War of Talents, also dem „Krieg“ um die besten Talente, gesprochen. Damit dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann, entwickeln Unternehmen oft unterschiedliche Strategien. Sie warten nicht mehr nur auf eingehende Bewerbungen, sondern gehen proaktiv auf Bewerber zu. So engagieren sie entweder einen Personaldienstleister oder die Firma ist so groß und in einem Bereich tätig, dass sich eine eigene Recruitingabteilung rentiert.

Die Aufgaben des Recruiters

Ein Recruiter – zu deutsch Personalvermittler – ist dafür zuständig, proaktiv neue Mitarbeiter für die interne oder externe Besetzung zu finden. Eine sehr gute Beschreibung seiner Aufgaben findet Ihr hier. Häufig sind Personalvermittlungsfirmen die größten Arbeitgeber für diesen Beruf. Allerdings gibt es auch größerer Firmen, zum Beispiel im Outsourcing-Bereich, die sich eine kleine Abteilung von Recruitern leisten. Sie besetzen dann interne Stellen für verschiedene Projekte/Kunden.

Die richtige Jobbörse herausfiltern

Um geeignete Kandidaten zu finden, hat der Recruiter zuallererst zu entscheiden bzw. herauszufiltern, welche der vielen Jobbörsen, die es auf dem Markt gibt, für seine zu besetzenden Stellen am geeignetsten sind. Heutzutage gibt es für fast jede Branche eine oder mehrere spezifische Jobbörsen. Für allgemeinere Tätigkeiten, wie zum Beispiel in der Verwaltung, sind Monster oder Stepstone sehr geeignet.

Je nach dem, in welchen Beruf Ihr tätig seid oder sein wollt, ist es wichtig sich für ein oder zwei Jobbörsen zu entscheiden. Eine Übersicht mit allen deutschen Jobbörsen findet Ihr zum Beispiel hier. Wer noch nicht die richtige Jobbörse für sich entdeckt hat, sollte vielleicht diese Seite ausprobieren. Darüber hinaus werden die Social-Media-Kanäle (XingLinkedinFacebookTwitter, etc.) für das Recruiting immer wichtiger .

Lebenslauf-Screening und Kontaktaufnahme

Wenn der Recruiter auf der Jobbörse nach geeigneten Kandidaten sucht, schaut er sich das Profil an und filtert anhand der Stellenanforderung und auch den Informationen, die er aus der Fachabteilung erhält, die ersten Lebensläufe heraus. Je detaillierter diese mit Daten und Informationen gefüllt sind, desto einfacher kann er eine Vorentscheidung treffen. In den meisten Fällen ist es vorab nur eine grobe Auswahl, da ihm oftmals eben nur wenige Informationen zu den Qualifikationen zur Verfügung stehen.

Ist die Vorauswahl getroffen, werden die Bewerber kontaktiert. Im besten Fall gibt es eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse. Falls nicht, gibt es die Möglichkeit die Kandidaten über die Jobbörse anzuschreiben.

Erreicht der Recruiter die Jobsuchenden per Telefon, stellt er sich und sein Anliegen kurz vor und vereinbart ein Termin für ein erstes, evtl. längeres Telefonat, wo die Stelle und andere Informationen genauer erläutert werden. Ansonsten heißt es auf die Rückmeldungen warten.

Telefoninterview oder Vorstellungsgespräch

Je nach dem, wie weit der Aufgabenbereich des Recruiters im Unternehmen gefasst wird, ist er ebenfalls für Telefoninterviews und Vorstellungsgespräche zuständig. Meinen Erfahrungen nach sind die Recruiter in größeren Unternehmen nur für den Erstkontakt zuständig und leiten die gewonnenen Informationen an die Personalreferenten weiter.

Fazit

Da Ihr nun wisst, welche Aufgaben ein Recruiter hat, ist es ratsam, sich ein paar Jobbörsen herauszusuchen, die am besten zu Eurem Beruf passen. So habt Ihr eine größere Chance von einem Recruiter gefunden zu werden und könnt somit Eure Karriere neben den klassischen Bewerbungen unterstützen. Bei Unsicherheit testet einfach verschiedene Kanäle – die meisten sind kostenfrei. Ebenso empfehle ich die Erstellung eines Profils auf einem der beruflichen Netzwerke, wie Xing oder Linkedin.

Nadine

Autor: Nadine

Ich bin Nadine und schaue in diesem Blog durch die Brille aus Bewerber- wie auch Personalersicht.

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